Sehnsuchtsmond

Veröffentlicht auf von Blaufedermond

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Sehnsuchtsmond

 

Eng schmiegt sich der Nebelmantel,

um Mondes sanfte Form.

So wie die Welt im steten Wandel,

sprengt täglich er die Norm.

   

Du schaust ihn an, vom See, vom Meer,

ich heimlich still vom Fenster.

Distanz spielt keine Rolle mehr:

„Kommt, tanzt ihr Nachtgespenster!“

 

Seit Jahr und Tag der Mond vereint,

was nicht zusammen ist.

Wer mit Gespenstern tanzt, statt weint,

wird sanft von ihm geküsst.

 

Wenn du auch bist weit fort von mir

und meine Seele klagt,

verbindet uns der Blick hinauf,

wenn mich die Sehnsucht plagt.

 

Wir alle sehen denselben Mond,

im Nachtflug ohne Schranken.

Ein Trost, dass er die Nacht bewohnt,

als Fluchtpunkt der Gedanken.

 

 © AS 2012

 

Veröffentlicht in Lyrik

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Michael Roschke 10/18/2012 02:21

Dass er Frau Sonne innig liebt,
die er noch nie gesehen,
das gab Herr Mond mir letzte Nacht
ganz leise zu verstehen.

Und ich verriet, dass jene ihn
doch ebenso vermisse,
da schalt er mich, weshalb so roh
sein Herz ich ihm zerrisse...


Zauberhaftes Gedicht, liebe Szintilla!

Liebe Grüße: Micha

Blaufedermond 10/19/2012 01:02



Lieber Micha,


vielen Dank für das Lob.


... das ich ebenso gern an dich ausspreche, denn deine ergänzenden Zeilen gefallen mir auch sehr gut.


Liebe Grüße, Szintilla