Vom Wesen der Zeit

Veröffentlicht auf von Blaufedermond

 

 

Korn um Korn geht sie dahin

und rieselt leis' davon

sie schleicht, sie rennt, geht ohne Sinn -

wohin? Wer weiß das schon.

 

Und wie sie rennt und weiterzieht,

so nimmt sie uns mit fort,

kaum wissen wir wie uns geschieht

sind wir am and'ren Ort.

 

Die Spanne die sie uns gewährt

hier noch zu verweilen,

die sollten wir ganz unbeschwert

mit and'ren fröhlich teilen.

 

Manchmal ist das Herz zu schwer

um unbeschwert zu sein,

dann presst die Zeit die Seele leer

und lässt nichts mehr hinein.

 

Im Stundenglas sieht man die Zeit

wie schnell sie doch verrinnt

und wie sie Korn um Korn das Leid

oder das Glück uns bringt.

 

 

 

© AS 2011

Veröffentlicht in Lyrik

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Brigitte 04/08/2012 18:28

Wie überaus gelungen! Alles reingepackt und perfekt ausgedrückt! Hat mich sehr angesprochen.

Lieben Gruß, Brigitte

Blaufedermond 04/12/2012 00:30



Ich freu mich, wenn es dir gefällt und dich anspricht.


Liebe Grüße, Angelika